Anfänger

Über mich

Christian Ruf

Ich wurde in „USA“ „Unser schönes Allgäu“ in Kempten geboren.
Wie fast jedes Kind machte ich meine ersten musikalischen Erfahrungen mit der Blockflöte.

Erst mit 14 Jahren schnappte ich mir die Gitarre, die bei meinen Eltern mehr als Schmuckstück an der Wand lehnte und das schon fast legendäre Peter Bursch Gitarrenbuch, mit Schallfolie, und versuchte mich mit den ersten Akkorden. Bald darauf wurde ich von der Schulband angefragt, ob ich nicht Lust hätte Bass zu spielen. Da mich Livemusik schon immer fasziniert hatte und es mir egal war was für Musik gespielt wurde, sagte ich natürlich gleich ja, und übte wie verrückt bis die ersten Blasen an meinen Fingern zu sehen waren. Der Höhepunkt war das von unserem Keyborder selbst komponierte Musical „ Geistergeburtstag“, das in der Aula aufgeführt wurde.
Schon bald fieberte ich meiner E-Gitarre entgegen, die ich zu meinem 15. Geburtstag bekommen sollte, und die ich dann auch in der Schulband einsetzen wollte. Zu der Zeit war ich schon wie viele Jungendlichen in den 80 er infiziert vom Heavy Metal und den highspeed soli der Gitarristen: Yngwie Malmsteen, Satriani, Steve Vai und vielen anderen.

Ein kleiner Hinweis für die Eltern: Wenn von mir verlangt worden wäre erst einmal zwei Jahre Klassische Gitarre zu lernen, würde ich heute nicht mehr Musik machen, denn das hätte ich nicht durchgestanden. So wurde ich zu einem immer wieder erwähnten Beispiel, auch beim Gitarrenverkauf im Musik Rimmel, bei dem ich meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann machen durfte, dass es auch möglich ist gleich mit einer E-Gitarre zu starten.

Als der Generationenwechsel in der Schulband vollzogen wurde, war ich schon ein tragender Kopf mit meiner E-Gitarre und die Töne wurden auch immer härter. Damals übte ich sehr viel, was oft zu Meinungsverschiedenheiten mit der Freundin führte, die das nicht toll fand, dass wir Stunden im Keller verbrachten, doch das hat uns wirklich ein großes Stück weitergebracht.

Da ich mit neun Jahren langsam mein Augenlicht verlor, war ich schon zu Schulbandzeiten in einem speziellen Internat für Sehbehinderte. Daher gaben wir uns den Namen „Blind-Sticks.“.

Ein weiterer Höhepunkt war die Anfrage der Kemptener Funband „Mönsters“, die sich immer mehr zur Deathmetalband entwickelte. Wir hatten viele Eigenkompositionen, coverten aber auch Songs von Slayer, Gang Green und Suicidal Tendences. Wir brachten es sogar zu zwei Demotapes, die in einem Studio aufgenommen wurden und einige Auftritte z.B. im „U2“ in Bad Wörishofen.

Die Arbeit im Musikgeschäft und meine Kollegen Thomas Kleemaier und Herbert Simmel öffneten meinen musikalischen Horizont im Bereich Fingerpicking und Bossanova-Jazz, doch am meisten begeisterte mich der Sound einer verzerrten Gitarre.

Im Laufe der Jahre folgten noch andere Formationen wie: „God with a gun“, Rockcoverband: „Take off“, Reggae und Afro mit „Firehouscrew“ später „Abu Bakarr Spirit“ und der Fusionband „Up2Fusion“.

In meinen Anfängen wurde ich unterrichtet von Liviu Montiu und später von Stefan Höfert. Da ich aber immer gerne verstehen wollte was ich spiele und den Drang hatte mich zu verbessern, meldete ich mich 1998 am MGI in München an. In diesem Jahr bin ich ständig an meine musikalischen Grenzen gestoßen. Da ich fleißig sechs bis acht Stunden am Tag übte, konnte ich damals als einziger in meiner Klasse, wir starteten mit acht Leuten, die Abschlussprüfung erfolgreich absolvieren, und bin somit stolzer Besitzer eines Diploms des MGI`s München. Im Jahre 2000 startete ich meine Selbständigkeit als Gitarrenlehrer und unterrichte noch heute sehr gerne, wie mir meine Schüler oft sagen mit viel Geduld.

Oft spielte ich auch in unserer Kirchengemeinde im Gottesdienst mit sehr netten Menschen und auch guten Musikern zur Ehre Gottes, an den auch mein ganzer Dank geht, denn als ich 1995 Jesus kennen lernte, hat er mein ganzes Leben zum Positiven verändert. Ohne seine Kraft könnte ich wahrscheinlich auch meine fortlaufende Augenerkrankung nicht bewältigen.

Mit meinem Freund Marco Colicchio, bei dem ich auch schon den einen oder anderen Song aufgenommen habe, nahm ich noch an einem Intensivkurs am MGI teil, den ich auch mit 2,7 abschließen konnte. Im Jahr 2006 besuchte ich die BSM (Bass-Schule-München). Die Dozenten Eric Kisser und Horst Polland sind herausragende Musiker, von denen ich sehr viel lernen konnte, und dies auch meinen Bassschülern weiter geben kann.

Live Musik gibt es derzeit wieder von mir zu hören mit „Abu Bakarr Spirit“.

Geplant sind ab spätestens Dezember 2011 musikalische Abende einmal pro Monat mit einem Trio im Casino in Kleinwalsertal.

Ich freue mich darauf Euch einmal als Gitarren- oder Bassschüler oder als Zuhörer auf einem meiner Konzerte kennen lernen zu können.

Mit musikalischen Grüßen